Allstyle Combat/Tae-Ji-Ka-Do  

Modern Korean & Japanese Multistyle Self Defence System

  

Einige Techniken des Allstyle Combat / Tae-Ji-Ka-Do ähneln auf dem ersten Blick des Jeet Kune Do oder Hapkido. Dieses ist auch nicht verwunderlich denn, die Ursprünge des TJKD liegen in der Koreanischen und Japanischen Kampfkunst welche in diesem System vereint wurden. Begründet wurde das TJKD erstmals unter der Bezeichnung Allstyle Combat Self Defense. Da diese Bezeichnung jedoch nicht die Art der beinhalteten Stilrichtungen und den Umfang an Techniken aufzeigte, wurde das System entsprechend seiner Ursprünge und Stile in den heutigen Namen umbenannt. TJKD / ASC besteht zu rein 70 % aus moderner Selbstverteidigung und 30% Kampfkunst, Kampfsport.


Die Techniken werden laufend von den Meistern weiterentwickelt. Es werden die neuesten sport- medizinischen Erkenntnisse in den Trainingsmethoden berücksichtigt. TJKD / ASC gehört nicht zu den "Starren" sondern zu den "Lebendigen Systemen" in dem Techniken immer der entsprechenden Situationen und der Zeit anpassen!  


Zur Verteidigung werden keinerlei Waffen verwendet, wohl aber wird die Abwehr gegen bewaffnete Angriffe gelehrt. Auch wird gezeigt, wie Alltagsgegenstände (Gürtel, Spazierstock...) zur Selbstverteidigung verwendet werden können. ebenso wird gelehrt wie der Gegner mittels Reiss und Kralltechnicken (insbesondere Nerven-Akkupressur) ausgeschaltet wird.


Der Schüler lernt, sich in Situationen, die sein Leben oder das Leben anderer bedrohen, richtig zu verhalten. Er lernt Techniken, mit denen es dem körperlich Unterlegenen möglich wird, sich gegen einen Stärkeren zu verteidigen.

 

Techniken im Allstyle Combat / Tae-Ji-Ka-Do

Tae-Ji-Ka-Do / Allstyle Combat hat als realitätsbezogene Selbstverteidigungsaspekte, welche ein breit gefächertes Spektrum an verschiedensten Techniken aus den  modernen Taekwondo - Karate - Akido, Jiu-Jitsu und Teile des Kickboxen. Im Freikampf gibt es keine Einschränkung bezüglich der Techniken die verwendet werden dürfen - solange sie kontrolliert ausgeführt werden! Die große Auswahl an den Techniken ermöglicht es, jedem denkbaren Angriff eines jeden beliebig konstituierten Angreifers eine passende Verteidigungstechnik entgegenzuhalten. Des Weiteren sind die Techniken so ausgerichtet, nur die der Situation entsprechend benötigte Wirkung zu entfalten  und das bei einem Minimum an Energieaufwand. Daher bietet Tae-Ji-Ka-Do  / Allstyle Combat auch Techniken für Personen aller Altersstufen und Staturen, da es bei Ausführung nicht allein nur auf Kraft ankommt.

Im regulären Prüfungsteil, (der Bereich Budosport) bei Prüfungen und Vorführungen wird unterteilt in einzelnen Disziplinen wie Formen, Bruchtest, freie Selbstverteidigung und Freikampf  gegen einen  oder  mehrere Angreife r.  

Bruchteste  sind ab dem 4. Kyu ( Orangegurt ) ein Bestandteil  bei den Überprüfungen der Schüler u nd  nehmen  einen besonderen Stellenwert ein. Hier kann man den Lernfortschritt  eines jeden Schüler  sehr  gut  erkennen  und  bewerten .  Bei  einem  Bruchtest kommt  hier die  erlernten Techniken je  nach Fortschritt  an der Materie wie  z.B. Fichtenbrettern  von  zur Anwendung.  Je nach Alter , Fortschritt  ( Gürtel Grad ) und der Statur des Prüflings unterscheiden sich die Brettstärken von 1 - 6cm. Je nach Graduierung (Fortschritt) sollten die Bretter mit verschiedenen Techniken z.B. mit den Händen und / oder den Füßen zerschlagen werden.

In der Selbstverteidigung zeigt dann der Schüler alle erlernte Schlag, Tritt-, -Hebel, -Wurf-, Sperr, und Sprungtechniken. Hierbei  zeigt der Schüler auch  die Abwehr gegen verschiedenartige Angriffe und die Kontrolle der angenommenen Waffen.

Im  Freikampf (reale Situation) greifen ein oder  mehrere Angreifer den Prüfling mit oder ohne Waffen an und schaffen somit  eine fast reale  Situation,  in  der  vor  allem  die  Konzentration , Reaktion und Schnelligkeit des Schüler unter Beweis gestellt wird.

Zu guter Letzt wird der Schüler durch das erlernen des Tae-Ji-Ka-Do in die Lage versetzt sein, sowohl sein Hände, Arme als auch Beine und Füße zur Abwehr, als ernst zunehmende Waffe einzusetzen um sich und / oder andere sicher und Sitautionsgemäß zu verteidigen

Armtechniken

Armtechniken haben den Vorteil, dass sie sehr schnell und aus vielen Positionen durchgeführt werden können; allerdings ist die Reichweite begrenzt und beim Durchführen einer Armtechnik fehlt ein wichtiges Element der Körperdeckung.        Die Krafteinwirkung kann gut dosiert werden.

Zu den Armtechniken zählen:
Faustschläge
Handkantenschläge
Handballenschläge
Ellbogenschläge
Führen und Ergreifen des Gegners

Beintechniken

Beintechniken haben den Vorteil einer sehr großen Reichweite. Zwischen einer Ab- wehr und Angriff kann rasch umgeschaltet werden. Allerdings muss man meist einen Kompromiss schließen zwischen Schnell (vorderes Bein) und Kräftig (hinteres Bein). Beintechniken sollten nie alleine sondern immer nur in Kombination durchgeführt werden. Mitunter benötigen Fußtritte, (besonders die Hohen) einen guten Technik- standard und eine gute Beweglichkeit, was ihre Verwendung in der Selbstver- teidigung relativiert.

Zu den Beintechniken zählen:
gerade Fußtritte
Kreistritte
gesprungene Fußtritte
Sperrtechniken

Leiten des gegnerischen Angriffs

Hebeltechniken

Bei einer Hebeltechnik wird versucht, ein Gelenk des Gegners entgegen der anato- mischen Bewegungsfreiheit zu überstrecken und so den Gegner durch Schmerzein- wirkung und mechanische Führung in jede beliebige Position und Körperhaltung zu leiten. Hebeltechniken müssen unter ständiger Kontrolle des Gegners durchgeführt werden, da meistens beide eigenen Hände beteiligt sind und so die Deckung weg- fällt. Des Weiteren besteht bei Nachlassen der Schmerzeinwirkung während des Hebelns die Gefahr eines Konters mit den nicht gehebelten Extremitäten. Die Hebel- technik hat den Vorteil, dass man nach der Ausführung automatisch in einer Fix- ierungsposition ist, wo der Gegner unter Kontrolle gehalten werden kann.

Wurftechniken

Bei der Ausführung einer Wurftechnik wird der Gegner durch kontinuierliches Führen oder auch Hebeln in eine instabile Lage versetzt, so dass er sein Gleichgewicht ver- verliert und auch nicht wiedererlangt. Dadurch fällt der Gegner zu Boden und kommt so in eine benachteiligte Lage. Wichtig ist hier ein guter Stand, um im Eifer des Ge- fechts nicht selbst das Gleichgewicht zu verlieren. Nach dem Wurf sollte der Gegner sofort daran gehindert werden, wieder aufzustehen, zum Beispiel durch einen Fix- ierungsgriff.

Nervenpunkttechniken

Durch gezielte Ausübung eines punktuellen Druckes auf bestimmte Nervenpunkte kann auf den Gegner eine Schmerzeinwirkung (Störung des Energieflusses im Körper) ausgeübt werden. Dadurch kann der Gegner geführt, fixiert oder für eine weitere Technik vorbereitet werden. Nerventechniken sind schwierig zu lernen und gefährlich in der Ausübung, daher werden sie erst in höheren Gürtelgraden gelehrt.